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Keine gefälschten Markenartikel im Auslandsurlaub kaufen

Gefälschte Markenartikel, etwa die Gucci-Sonnenbrille auf dem Basar in Pisa, sollten besser nicht gekauft und nach Deutschland eingeführt werden.

§ 143 Markengesetz sieht für die gewerbsmäßige Einfuhr gefälschter Markenwaren Geldstrafen und Haft bis zu 3 Jahren vor.
Da es beim Kauf im Urlaub nicht um eine gewerbsmäßige Einfuhr handelt, werden Urlauber nicht verfolgt, wenn sie lediglich den Eigenbedarf abdecken, es sich bei den Artikeln lediglich um Souvenirs handelt. Eigenbedarf wird angenommen, wenn sich die Artikel im persönlichen Gepäck befinden, keinen kommerziellen Charakter aufweisen und insgesamt nicht teurer als 175 Euro gewesen sein. Die Grenzen sind aber schwammig. Gewerbliches handeln oder kommerziellen Charakter kann man bereits annehmen, wenn man Freunde mit einigen „Uhren im Rolex-Stil“ erfreuen will.
Sind die Mitbringsel teurer als 175 Euro gewesen, so können die Imitate beschlagnahmt werden. Zudem fallen Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 % und Zoll an. Außerdem kann man vom Markeninhaber auf Schadensersatz verklagt werden.
Eine Sonderregelung gilt in Italien: Dort ist schon der Kauf gefälschter Markenprodukte strafbar. Es drohen bis zu 10.000 Euro Geldbußen für die Käufer.  Die Polizei kontrolliert besonders fliegende Händler auf den Märkten und am Strand.
Verkauft man die Imitate in Deutschland weiter, etwa bei ebay, so kann man schnell mit einer kostenbewehrte Abmahnung des Markeninhabers konfrontiert werden.