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Austauschorganisationen - Schüleraustauschorganisationen

Zu viele Schüleraustauschanbieter?

Wenn sich der zukünftige Austauschschüler mit seinen Eltern daran macht, den Schüleraustausch zu organisieren, dann stellt sich bald die Frage nach der Austauschorganisation. Und hier gilt das alte Sprichwort: Wer die Wahl hat, hat die Qual, denn an Austauschorganisationen für den Schüleraustausch stehen in Deutschland unzählige Anbieter zur Verfügung.

Man muss sich also bei mehreren Schüleraustauschorganisationen informieren und man sollte sich auch bei mehreren Organisationen bewerben. Mit der erfolgreichen Bewerbung und dem Vertragsschluss mit der Schüleraustauschorganisation setzt das eigentliche Schüleraustauschprogramm ein. Die unmittelbare Vorbereitung auf das Austauschjahr wird nun von der Organisation vorangetrieben.

Die Austauschorganisation als Veranstalter des Austauschprogramms sorgt für die administrative Betreuung des Austauschjahrs und liefert alle erforderlichen Informationen. Jedoch ist es nicht zwingend, jedenfalls nicht für alle Länder, sich einer Austauschorganisation anzuvertrauen. Man kann einen Schüleraustausch auch auf eigenen Faust organisieren. Dies kommt jedoch praktisch nur in Betracht, wenn man bereits Kontakt zu einer Familie und Schule im Ausland hat. Manche Länder verweigern jedoch ein Visum, wenn man den Austausch nicht über eine Austauschorganisation plant. In den USA werden hohe Schulkosten gefordert.
Wenn man sich einer Schüleraustauschorganisation anvertraut, so hat man als Teilnehmer – und Teilnehmer sind sowohl die Kinder als auch die Eltern – zu jeder Zeit einen kompetenten Ansprechpartner, zu dem man mit allen Fragen und Problemen kommen kann.

Wie wählt man nun den richtigen Austauschveranstalter aus?

Zunächst einmal gibt es Ausschlusskriterien für die eigene Wahl:
- Hat der Veranstalter das gewünschte Austauschland im Programm?
- Wie teuer ist das angebotene Programm? Ist es bezahlbar?
- Hat der Veranstalter ein Programm, das die Erwartungen erfüllt?

Sind so schon einige Veranstalter ausgeschieden, so muss man auf die Kriterien achten, die besonders am Herzen liegen. Ist etwa die schulische Anforderung entscheidend, so wählt man einen Veranstalter, der den akademischen Charakter des Programms besonders gewichtet. Meist sind hier Privatschulen mit hohem Bildungsanspruch im Programm. Die Kapazitäten der Privatschulen sind oft begrenzt, so dass nur Teilnehmer mit akademischen Fähigkeiten das Auswahlverfahren passieren. Man kann sich zudem denken, dass diese akademischen Programme sehr teuer sind.
Andere Austauschorganisationen legen mehr Wert auf kulturelle Erfahrungen und nicht so sehr auf ein hohes schulisches Angebot.

Das Auswahlverfahren der Schüleraustauschorganisationen

Das Auswahlverfahren sollte ausführliche schriftliche Bewerbungsunterlagen voraussetzen und zudem mindestens ein persönliches Gespräch beinhalten. Nicht ausreichend erscheint eine Entscheidung aufgrund einer Bewerbung, die beinahe ausschließlich persönliche Daten enthält. Denn die Austauschorganisation soll Menschen zusammenbringen, die über einen längeren Zeitraum miteinander leben und voneinander lernen sollen. Dieses Ziel kann nur dann erreicht werden, wenn sich die Organisation ein umfassendes Bild macht. Ein persönliches Gespräch ist deshalb nicht zu umgehen. Die Veranstalter führen deshalb entweder Einzelgespräche mit dem Schüler und seinen Eltern oder auch Gruppengespräche mit den Bewerbern durch. Die Mitarbeiter der Austauschorganisation fragen den Bewerber nach seiner Motivation – und testen ihn auch diesbezüglich. So soll ein Bild über die Konstitution und die Eignung des Bewerbers gewonnen werden. Nicht in jedem Fall teilt die Austauschorganisation ihre Auswahlkriterien ausdrücklich mit; man kann diese jedoch im Normalfall den Informationsunterlagen der Organisation entnehmen. Im allgemeinen kann man sagen, dass folgende Eigenschaften von jedem Bewerber erwartet werden:
- Verantwortungsbewusstsein
- Reife
- Sinn für die Gemeinschaft
- Selbstvertrauen
- eine persönliche Ausstrahlung
- eine gute Auffassungsgabe
- Urteilsvermögen
- Offenheit
- Kommunikationsfertigkeit
Im ersten Auswahlverfahren wird nicht (oder nicht in erster Linie ) die Sprachkenntnis überprüft, so dass das Bewerbungsgespräch nicht in der fremden Sprache geführt wird. Das ist wenig sinnvoll. Es geht ja zunächst darum, die Persönlichkeit des Bewerbers, seine Motivation und seine Fähigkeiten kennen zu lernen.

Die Vorbereitung des Austauschprogramms durch die Austauschorganisation

Das Austauschprogramm wird von der Austauschorganisation sehr ausführlich vorbereitet. Die Organisationen greifen dabei auf die Erfahrungen ehemalige Teilnehmer zurück. Es werden ein- oder mehrtätige Seminare abgehalten, die Themen wie Landeskunde, Kultur, Geschichte oder eigene Identität behandeln. Manchmal bekommen die zukünftigen Austauschschüler auch einen  ehemaligen Teilnehmer als individuellen Paten zugeteilt, der sich um sie kümmert. So können sich die Bewerber intensiv mit dem auseinandersetzen, was sie im Austauschjahr erwertet. Pädagogisch besser als Patenschaften erscheinen Grupppen-Seminare mit Ehemaligen, denn dann besteht weniger die Gefahr der Übernahme zu subjektiver Erfahrungen der Ehemaligen.

Betreuung im Gastland

Die Austauschorganisation muss sicherstellen, dass auch eine Betreuung des Austauschschülers im Gastland gewährleistet ist. Es muss eine Betreuungsperson vor Ort geben. Diese sollte im Notfall auch nachts und am Wochenende erreichbar sein.
Währen der Zeit, in der sich das Kind im Gastland aufhält, sollte auch für die Eltern jederzeit ein Ansprechpartner zur Verfügung stehen.