Auslandsfoto Auslandsfoto Auslandsfoto Auslandsfoto

In welches Land soll der Schüleraustausch hingehen?

Schüleraustausch USA

Das beliebteste Land beim Schüleraustausch sind die USA. Von insgesamt 16.000 Schülern, die 2006/2007 in der Fremde zur Schule gingen, entschieden sich 7800 für die Vereinigten Staaten. Zu den USA bestehen die meisten Kontakte der Schüleraustauschorganisationen und diese können deshalb auf die größten Erfahrungen mit diesem Land zurückgreifen. Die Beliebtheit der USA hängt sicher damit zusammen, dass das Erlernen der englischen Sprache ein entscheidendes Motiv für einen Schüleraustausch ist und auch damit, dass sich Deutschland in vieler Hinsicht an den USA orientiert.

Schüleraustausch Grossbritannien, England ...

Aber auch andere Länder des englischen Sprachraums rangieren in der Beliebtheitsskala der Austauschschüler ganz oben, etwa Großbritannien und insbesondere England, Australien, Neuseeland und Kanada. Platz zwei belegte im Schuljahr 2006/2007 Kanada mit gut 1250 Austauschschülern, gefolgt von Neuseeland (knapp 1000), Australien (mehr als 830), Großbritannien (380), Nach den englischsprachigen Ländern rangiert Frankreich (mehr als 300) und der französisch sprechende Teil Kanadas auf Platz 2 der Beliebtheit beim Schüleraustausch. Danach kommen Spanien (160) sowie die spanisch sprechenden Länder Südamerikas. Argentinien hatte 2006/2007 150 Austauschschüler zu verzeichnen. Die Schüleraustauschorganisationen haben aber auch andere Länder im Programm, etwa Südafrika (240), Irland (230), Japan oder Thailand; aber auch skandinavische Länder sowie Staaten in Osteuropa.

Motive für ein Land beim Schüleraustausch

Hier noch einmal einige Motive, die für dies oder jenes Land beim Schüleraustausch angeführt werden:
- Englisch ist die wichtigste Sprache überhaupt. Damit kommen nur englischsprachige Länder in Frage.
- Die USA sind ein wichtiges Land mit großem Einfluss auf Europa. Ich möchte den Amarican way of life hautnah kennen lernen.
- Bei einem Schüleraustausch ist allein das richtige Englisch entscheidend. Deshalb kommt nur Großbritannien als Austauschland in Betracht.
- Ich will möglichst weit weg von zu Hause, also nach Neuseeland oder Australien.
- Für mich ist ein Land in Europa ideal, da es sich hier um Nachbarländer Deutschlands handelt.
- Ich will nach Skandinavien. Dort bin ich schon als Kind mit meinen Eltern in Urlaub gewesen. Nun will ich die Sprache und die Kultur unseres Ferienlandes richtig kennen lernen.
- Ich will in ein Land Südamerikas. Dort gibt es viele Kulturen, die sich untereinander vermischt haben. Auch die Geschichte Südamerikas ist interessant. An Argentinien fasziniert mich Evita.
- Meine Familie stammt aus Osteuropa. Deshalb will ich dorthin.

Unterschiede bei Eltern und Kindern

Die Präferenzen von Schülern und ihren Eltern bezüglich des Gastlandes gehen häufig auseinander. So zeigen sich die Schüler häufig abenteuerlustig und mutiger als ihre Eltern. Und Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kind sind nicht selten. Man hört etwa folgende Argumente der Eltern:
- Was willst du denn dort? Die Sprache kannst du überhaupt nicht gebrauchen für deinen späteren Berufsweg.
- In dieses Land gehst du nicht, dort herrschen politische Unruhen und es gibt sogar Schießereien. Die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse sind zu unsicher.
- Die haben doch selbst nicht genug zu essen.
Im Grunde handelt es sich hier häufig um Vorurteile, die auf mangelnde Information beruhen. Das gilt besonders für exotische Länder. Hier sollte man sich deshalb beim Veranstalter eingehend über das Programm informieren. Man sollte sich vor Augen führen, dass eine Austauschorganisation ein Programm nur ausarbeitet, dass sie auch verantworten kann. Kein Veranstalter wird ein Kind in ein Land schicken, in dem es beispielsweise Gefahr läuft, nicht richtig ernährt zu werden. Auch in ein Land mit unsicheren Verhältnissen, von denen auch potentielle Gastfamilien und Schulen betroffen sind, wird keine Schüleraustauschorganisation ein Kind schicken. Und sollte sich die Sicherheitslage ändern, wird die Organisation schnellst möglichst dafür sorgen, dass das Kind aus der Gefahrenzonen gebracht wird.

Sprachkenntnisse als Motiv beim Schüleraustausch

Die Sprachkenntnisse sind sicher ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Gastlandes. Und gute Sprachkenntnisse sind bei vielen Programmen die Voraussetzung zur Teilnahme. Es ist in jeder Beziehung einfacher, wenn der Austauschschüler schon von Anfang an gut mitreden kann. Bei einem Schüleraustausch in ein exotisches Land sieht das anders aus. Dann ist die Motivation aber auch anders. Kinder lernen eine neue Sprache wesentlich leichter als Erwachsene, und: am Anfang geht es auch mit Händen und Füßen.

Bei begehrten Programmplätzen ist die Konkurrenz oft groß, so dass sich Austauschorganisationen unter Umständen die Entscheidung vorbehalten, für welches Land ein Bewerber ausgewählt wird. Man sollte deshalb mehreren Gastländern aufgeschlossen gegenüber stehen.