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Informationen zu Nordamerika

Amerika ist ein Doppelkontinent und Nordamerika ist der nördliche Teil davon. Von Nord nach Süd verlaufen die Gebirgszüge der Rocky Mountains und Appalachen. Zwei Ozeane begrenzen Nordamerika: der Atlantische Ozean im Osten und der Pazifische Ozean im Westen. Im Süden ist es das Karibische Meer (die Karibik), die Nordamerika begrenzt. Nordamerika hat eine Fläche von 24,23 Millionen km2 und ist damit nach Asien und Afrika der drittgrößte Kontinent. Es leben 454,23 Millionen Menschen in Nordamerika. Geht man von den Bewohnern aus, so ist liegt Nordamerika an vierter Stelle hinter Asien, Afrika und Europa.

Die Staaten Nordamerikas

Zu Nordamerika gehören folgende Staaten: Kanada, USA, Mexiko, Guatemala, Honduras, Belize, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kuba, Jamaika, Bahamas, Dominikanische Republik, Haiti, St. Kitts und Nevis, Antigua und Barbuda, St. Lucia, Dominica, St.Vincent und die Grenadinen, Barbados, Grenada, Trinidad und Tobago.

Der Name Amerika

ES war der italienische Kaufmann, Seefahrer und Kartograf Amérigo Vespucci, der erkannte, dass das Land, dass Christoph Kolumbus im Jahr 1492 entdeckt hatte, ein eigenen Kontinent bildete. Amérigo Vespucci lebte von 1451 bis 1512, Kolumbus von 1451 bis 1506. Vespucci zeichnete eine Karte und signierte sie mit seinem Vornamen Amérigo. Amerika trägt somit seinen Namen.

Mittelamerika ist kein eigener Kontinent

Mittelamerika wird oft als eigener Kontinent angesehen, die dort liegende 8 Staaten und 13 Inselstaaten bilden aber nur eine Region.  Panama ist das südlichste Land Nordamerikas, das folglich nicht nur aus den USA und Kanada besteht.

Indianer – die  Ureinwohner Amerikas

Christoph Kolumbus machte sich auf, um den Seeweg nach Indien zu finden. Als er Amerika betrat, war in der festen Überzeugung, Indien erreicht zu haben. Er nannte die dortigen Ureinwohner deshalb indianos, Indianer.
Die Ureinwohner Amerikas, die Indianer oder heute native americans genannt, lebten teilweise in großen Städten und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Sie waren sesshafte Völker. 90 Prozent der Indianer starben, weil die weißen Siedler aus Europa Krankheiten ins Land schleppten, gegen die sie keine Resistenz besaßen. Nun war es für die Siedler leicht, sie zu unterwerfen und in Reservate umzusiedeln.
Die wohl bekanntesten Indianerstämme Nordamerikas war en die Azteken, die Maya, Olmeken, Zapoteken, weiter die Huronen, Apachen, Sioux, Cherokee, Iroquois, Mohawk und Komanchen.

Der Mittelpunkt Nordamerikas

Ein 4,5 m hoher Obelisk steht in der Stadt Rugby im US-Bundesstaat North Dakota und markiert den geografischen Mittelpunkt Nordamerikas, der sich dort seit 1931 befindet.

Christoph Kolumbus als erster Europäer in Amerika

Nein, Kolumbus war nicht der erste Europäer in Amerika. Die ersten Europäer in Amerika waren die Wikinger. Sie erreihten Neufundland im Norden des Kontinents. Angeführt wurde sie von Leif Erikson, der von ca 970 bis 1020 lebte. Die Wikinger erreichten Nordamerika um das Jahr 1000 mit bis zu 25 m langen, offenen Schiffen. Bis zu 40 Männer ruderten diese Wikingerboote. Die Wikinger nannten ihr entdecktes Land Vinland, was Weinland bedeutet. Sie errichteten einzelnen Siedlungen.

Die Nachfolger Kolumbus’

Kolumbus war ein Spanier. Ihm folgten seine Landsleute nach Amerika. Sie bekämpften und besiegten die Azteken und breiten sich über ganz Mittelamerika und Mexiko aus. Im Norden Nordamerikas machten sich zunächst Schweden und Niederländer breit, dann folgten Engländer und Franzosen.

Politische Konflikte in Nordamerika

Die USA und die in ihrem Süden liegenden Staaten haben in der Vergangenheit viele politische Konflikte ausgetragen. Im mexikanischen Krieg von 1846 bis 1848 haben die USA Mexiko annektiert. 1989 haben die USA in Panama interveniert, um ihren wirtschaftlichen und politischen Einfluss um den Panamakanal zu sichern. Mit Kuba gab und gibt es ideologische Auseinandersetzungen, die in der Kuba-Krise ihren Höhepunkt fand. Die USA griffen auch beim Krieg mit Grenada und in Nicaragua ein und behaupteten ihre politische Vormachtstellung in der Region.

Naturkatastrophen im Süden Nordamerikas

Der Süden Nordamerikas wird sehr häufig von Hurrikanen getroffen. Bei der Entstehung von Hurrikanen besteht eine Beziehung zur Oberflächentemperatur der Ozeane. Ab einer Oberflächentemperatur von 26 Grad Celsius verdunstet so viel Wasser, um einen Hurrikane zu erzeugen und am leben zu erhalten. Je höher die Lufttemperatur, desto mehr Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen, was zu einer Steigerung der Energie eines Hurrikans beiträgt. Im Süden Nordamerikas liegt der Golf von Mexiko; sein Wasser ist eines der wärmsten der Welt. Durch den Treibhauseffekt wird sich die Temperatur der Erde noch weiter erhöhen. Die Oberflächentemperatur der Meere ist in den letzten 20 Jahren um ca. 0,5 Grad Celsius angestiegen. Die tropischen Wirbelstürme werden deshalb an Zahl, Heftigkeit und Dauer noch weiter zunehmen. Einer der verheerendsten Hurrikane war der Wirbelsturm Katrina im Jahr 2005.

Die Rocky Mountains

Die Rocky Mountains sind die Alpen Nordamerikas. Sie sind teil der Kordillieren, die sich vom Norden Nordamerikas bis zum Süden Südamerikas fortsetzen. In Südamerika heißen sie Anden. Die Rocky Mountains sind etwa 5000 km lang. Ihre höchste Erhebung ist der Mount McKnley in Alaska. Er ist 6194 m hoch. Umgangssprachlich werden die Rocky Mountains auch als Rockys bezeichnet. Man findet auch vulkanisch Tätigkeit in ihnen. So ist etwa der Mount St. Helens 1980 ausgebrochen. Im Yellostone Nationalpark gibt es heiße Quellen. Die Rocky Mountains sind auch touristisch mit vielen Skigebieten erschlossen.

Wissenswertes über Nordamerika

Der Grand Canyon in Arizona ist der längste Canyon der Welt. Er erreicht eine Tiefe von bis zu 1800, eine Breite von bis zu 30 km und hat eine Länge von 450 km.
Den geologischen Kern des Subkontinents Nordamerika bildet das Kanadische Schild, auch Laurentische Schild genannt. Der Kanadische Schild beinhaltet die nördliche Hälfte des Kontinents und er besteht aus den ältesten Gesteinen der Erde.
In der Fundybai, auch Bay of Fundy genannt, findet man den größten Tidenhub. Der Tidenhub ist die Differenz zwischen Ebbe und Flut. Sie beträgt im Fundybai bis zu 21 m. Der Fundybai ist eine große Bucht im nördlichen Atlantik und liegt zwischen den kanadischen Provinzen North Brunswick und Nova Scotia.
Die tiefste Stelle des Atlantiks befindet sich im Puerto Rico Graben, 9219 m unter dem Meeresspiegel. Der Puerto Rico Graben liegt zwischen Puerto Rico und der Dominikanischen Republik. Der tiefste Tiefseegraben der Erde ist hingegen der Marianengraben im Westpazifik mit einer Tiefe von 11034 m.
Die Inseln, die dem Kontinent Nordamerika vorgelagert sind, gehören politisch nicht zu den amerikanischen Staaten:
Britisches Überseegebiet Großbritanniens sind Anguila, die Caymaninseln, Montserrat, die Turks- und Caicoinseln, Bermuda und die Britischen Jungferninseln.
Den Niederlanden gehören Aruba und die Niederländischen Antillen.
Zu Frankreich gehören Guadalupe, Martinique, St.-Pierre und Miquelon.
Grönland ist autonomer Teil Dänemarks. Grönland ist mit 2,16 Millionen km2 die größte Insel der Welt. Grönland hat 57.000 Einwohner und mit 0,026 Menschen pro km2 die geringste Einwohnerdichte auf der ganzen Erde. Eisfrei sind etwa 350000 km2 Grönlands, also etwa die Größe Deutschlands. Grönland besitzt nach der Antarktis die zweitdickste Eisschicht der Erde. Sie ist stellenweise bis zu 4000 m dick. Würde alles Eis abschmelzen, so stiege der Meeresspiegel um über 6 m.
Nicht inkorporierte Außengebiete der USA sind Navassa, Puerto Rico und die US-amerikanischen Jungferninseln.