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Informationen zu Europa

Streng geografisch genommen ist Europa kein Kontinent, sondern ein Subkontinent Asiens – Eurasien. Dennoch sieht man Europa als eigenständigen Kontinent an. Der Grund liegt in kulturellen und historischen Bedingungen. So lassen sich 47 verschiedene Staaten mit 120 Sprachen in einer Einheit zusammenfassen. Europa ist nach Australien der kleinste Kontinent, mit einer Fläche von 10,5 Millionen Quadratkilometer. Das stärkste politische Gebilde innerhalb Europas ist die EU, die Europäische Union.

Die Länder Europas

Europa besteht aus folgenden Staaten (Aufzählung von Nord nach West über die Mitte, nach Süd und Ost): Island, Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark, Irland, Großbritannien (offiziell: Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland), Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Monaco, Deutschland, Polen Tschechien, Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Russland (offiziell: Russische Föderation), Weißrussland, Ukraine, Moldawien, Spanien, Portugal, Andorra, Italien, San Marino, Vatikanstadt, Malta, Griechenland, Türkei, Zypern (offiziell: Republik Zypern), Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Mazedonien, Albanien und der Kosovo als jüngster Staat Europas.

Die östliche Grenze Europas

Die Grenze Europas im Osten ist der Ural. Der Ural ist ein Gebirge, das in nordsüdlicher Richtung  verläuft, und zwar von der Arktis über Russland und Kasachstan bis zum Kaspischen Meer.

Die Eingangstore zu Europa

Die Pforten Europas liegen am Meer. Mit Pforten meint man Zugänge. Im Westen ist es Gibraltar, im Osten der Bosporus, im Süden der Suezkanal. Im Norden Europas liegt die Arktis, im Nordwesten die Nordsee und Ostsee.
Der Bosporus ist eine Meerenge zwischen dem asiatischen Teil der Türkei und Europa. Er hat eine Länge von 30 km. Diese Meeresstraße teilt Eurasien, aber auch Istanbul, die größte Stadt der Türkei. Der Bosporus mündet in das Marmarameer, das sich weiter im Süden zur Meerenge der Dardanellen verjüngt. Diese verläuft in das Ägäische Meer. Diese Verbindungsweg zwischen dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer war in der Geschichte immer wieder sehr umkämpft gewesen.

Europa hatte eine historische Vormachtstellung

Europa kann auf eine Geschichte von Seefahrern, Entdeckern und Handelsleuten zurückblicken. Sie haben Reichtum und ins Land gebracht und den Einfluss Europas auf den Rest der Welt geschaffen. Dass diese Seefahrer gerade von Europa aus gestartet waren, hat geografische Gründe: die Küstenlinie Europas ist eine Ansammlung von Buchten und Halbinseln. Die Lage an zwei Ozeanen und vier Meeren hat den Entdeckern in Europa den mühelosen Zugang zum Meer und damit ideale Ausgangspositionen geschaffen.

Die geologischen Kräfte, die die Landschaften Europas geformt haben

Es waren die zurückweichenden Gletscher der Eiszeit und aufeinandertreffende tektonische Platten, die die Landschaften Europas geschaffen haben. Vor 65 Millionen Jahren sind so die Alpen entstanden: die afrikanische Platte schob sich in die Eurasische Platte. Die zusammentreffenden tektonischen Platten führen zu Erdbeben und Eruptionen. Die Eiszeit endete in Europa vor 10.000 Jahren; dennoch sind die Gletscher in den Alpen noch immer nicht vollständig abgeschmolzen. Die akute Klimaerwärmung und der Klimawandel beschleunigen diesen Prozess aber.
Die Alpen ziehen sich in einem Bogen von Italien über Frankreich, die Schweiz, Liechtenstein, Slowenien und Österreich. Höchster Berg der Alpen ist der Mont Blanc mit 4806 m. Jährlich kommen über 100 Millionen Besucher aus allen Teilen der Welt um in dieser Gebirgslandschaft Erholung zu suchen. Die Folge ist nicht nur Wohlstand durch den Tourismus, sondern eine Störung im ökologischen Gleichgewicht, denn es werden immer neue Skigebiete, Straßen und Gebäude angelegt. Umweltschützer warnen vor einer zu großen Ausbeutung und Zersiedlung der Alpen.

Das Klima in Europa

Der Westen Europas hat ein mildes Klima. Dieses ist auf den Golfstrom zurückzuführen. Die Pyrenäen und die Alpen bilden eine natürliche Ost-West-Barriere: diese lässt die Kälte aus dem Norden nicht weiter nach Süden wandern. Das warme Mittelmeer verschafft dem gesamten Süden ein mediterranes Klima. Lediglich der Osten Europas wird von einem kühlen kontinentalen Klima beherrscht.

Vulkane in Europa

In Europa gibt es viele Vulkane; allein Island besitzt über 2000. Der Ätna auf Sizilien ist der höchste Vulkan Europas: 3350 m ragt er in den Himmel. Der Ätna erstreckt sich über eine Fläche von 1500 km2. Er entstand vor etwa 2,5 Millionen Jahren. Jährlich bricht er im Durchschnitt 15 mal aus. Einige seiner Ausbrüche verwüsten ganze Landstriche und Ortschaften.
Der Stromboli ist sicher der prächtigste Vulkan Europas, denn der spukt regelmäßig glühende Feuergeschosse in den nächtlichen Himmel.

Die größten europäischen Flüsse

Die größten europäischen Flüsse sind die Donau, der Rhein, die Rhône und der Po. Sie werden hauptsächlich von den Gletschern der Alpen gespeist.

Einwohnerzahlen Europas

Europa hat über 680 Millionen Einwohner. Obwohl Europa der zweitkleinste Kontinent ist, hat er mehr Bewohner als Australien, Nordamerika und Südamerika. Die Bevölkerungsdichte liegt im Durchschnitt bei 65 Einwohnern pro km2. Dabei ist die Bevölkerungsdichte im Osten und Norden wesentlich geringer als im Westen und im Zentrum Europas.

Die Bevölkerungsentwicklung in Europa

Die niedrigsten Geburtenraten in Europa gibt es in Deutschland und der Slowakei. Dennoch wächst die EU-Bevölkerung leicht, obwohl die Geburtenraten in den europäischen Ländern seit 1950 generell zurückgehen. Die verhaltende Bevölkerungsentwicklung in Europa hat die Ursache in der steigenden Lebenserwartung. Man prognostiziert, dass die Bevölkerung der Staaten der EU von 460 Millionen auf 450 Millionen im Jahr 2050 schrumpfen wird.

Arbeitslosigkeit in Europa

Die Zahl der Arbeitslosen steigt in einigen Ländern Europas kontinuierlich an. Europa nutzt und baut Rohstoffe aus eigenen Ressourcen ab. Die Konsumgüterindustrie und die verarbeitende Industrie sind aber die für den europäischen Wohlstand wichtigsten Industriezweige. Seit den 1960er Jahren holten sich die europäischen Industriestaaten aus Südeuropa Arbeitskräfte ins Land, um das Wachstum und die Arbeit bewältigen zu können. Der Wohlstand wuchs und auch die Löhne stiegen an, auch die Globalisierung schritt immer weiter fort. Die Folge: viele Industriezweige verlagerten sich in Billiglohnländer; dadurch stieg die Arbeitslosigkeit in vielen europäischen Ländern in den letzten Jahren immer mehr an.

Ökologische Probleme in Europa

Die industrielle Revolution ist der Beginn der Umweltverschmutzung. In Europa wuchsen die Bevölkerung, der Wohlstand und die industrielle Dichte. Das alles sind Ursachen für die Umweltzerstörung und machten Europa zu einem der weltgrößten Umweltverschmutzer. Bezüglich des Umweltschutzes herrscht ein großes Ungleichgewicht zwischen Ost und West: der Westen versucht durch große Anstrengungen die Umweltprobleme in den Griff zu bekommen. Der Osten verbleibt hingegen bei veralteten Industrieanlagen, die den ganzen Kontinent belasten.

Die Europäische Gemeinschaft, die EU

Die EU, die Europäische Union, wurde 1993 mit dem Maastrichter Vertrag als Vereinigung von europäischen Staaten gegründet. Die Europäische Gemeinschaft steht für diese Vereinigung. Im Jahr 1951 gab es bereits einen Zusammenschluss zwischen Deutschland, Italien, Frankreich, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Das war die sog. Montanunion. Mit den Römischen Verträgen von 1957 wurden die Euratom, die Europäische Atomgemeinschaft, und die EWG, die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gegründet. Nach der Osterweiterung zwischen den Jahren 2004 und 2007 gehören 27 Staaten zur Europäischen Union, zur EU.

Wissenswertes über Europa

Moskau ist die größte europäische Stadt.
Ein Drittel aller Europäer sind nicht religiös, etwa 5 Prozent sind Atheisten.
Die ursprüngliche Vegetation in Europa ist in den gemäßigten und mediterranen Zonen bis auf kleine Überbleibsel nicht mehr vorhanden.
Große kulturelle und wirtschaftliche Errungenschaften kamen seit der Jungsteinzeit und Bronzezeit im Mittelmeerraum und im Norden und Osten Europas auf.
1950 gehörten vier europäische Städte zu den 20 größten Städten der Welt: London, Mailand, Neapel, Paris. Heute hat sich dieses Bild gewandelt, da die europäischen Städte fast nicht mehr wachsen.