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Informationen zur Antarktis

Die Antarktis sind das Land und die Meeresgebiete um den Südpol herum. Die Landmasse der Antarktika bedeckte eine Fläche von 12,39 Millionen km2. Die Antarktis ist im Gegensatz zur Arktis ein Kontinent und sie ist über weite Teile mit einer 2000 bis 4000 m dicken Eisschicht überzogen. Eisfrei sind etwa 280000 km2 der Landfläche.

Der Lambert Gletscher

Der Lambert Gletscher ist der größte Gletscher der Welt. Er hat eine Länge von 400 km, eine Breite von 40 km und eine Dicke von 2500 m im Durchschnitt. Er mündet ins Südpolarmeer. Das Eis, das er dorthin befördert, wird jährlich 1000 m weit ins Meer gedrückt.

Der Mount Erebus

Der Monunt Erebus liegt auf der Rossinsel der Antarktis. Er ist mit 3794 m der südlichste Vulkan der Erde.

Die Tiere der Antarktis

Tiere der Antarktis sind etwa der Schneesturmvogel und der Königsalbatros. Insgesamt leben 19 flugfähige Vogelarten in der Antarktis. Im Sommer ziehen über 100 Millionen Zugvögel in die Antarktis. Sie brüten dort auf den eisfreien Landflächen. Dort leben dann auch Pinguine, Robben und Seelöwen. In den Südpolarmeeren leben viele Wale, weil dort Kleinkrebse und Krillschwärme in Massen vorkommen, die ihre Nahrung bilden. Auch Tintenfische gehören zur Nahrung der Wale; die Tintenfische sind in den Gewässern ebenfalls reichlich vertreten.

Das Eis der Antarktis

Die Antarktis ist zu 98 % von Eis bedeckt, nur 2 % ihrer Fläche ist eisfrei. In der Antarktis gibt es schätzungsweise 30,42 Millionen km3 Eis. Die Antarktis beherbergt damit 90 % der Eismenge der Erde. Das sind wiederum 70 % des gesamten Trinkwassers. Das 2000 km3 Eis gehen jedes Jahr zurück, bilden sich aber immer wieder neu.

Schelfeis

Schelfeis sind sehr große Eisplatten, die auf dem Meer schwimmen, aber gleichzeitig mit einem Gletscher an Land verbunden sind. Schelfeis hat eine Mindesthöhe von 2 m, kann aber eine Stärke von bis zu 250 m erreichen. Die äußersten Spitzen dieser Eisplatten kalben, d.h. sie brechen ab und es bilden sich schwimmende Eisberge. Ein Drittel der antarktischen Küstenlinien sind von Schelfeis bedeckt. Das Ross-Schelfeis und das Filchner-Ronne-Schelfeis sn die größten Schelfeistafeln der Antarktis. Das Ross-Schelfeis hat eine Fläche von 487000 km2, das Filchner-Ronne-Schelfeis bedeckt 449000 km2.

Ozonloch

Die Ozonschicht, die die Erde vor gefährlicher ultravioletter Strahlung der Sonne schützt,  weist ein Loch über der Antarktis auf, das als Ozonloch bezeichnet wird. Ursachen des Ozonlochs sind FCKW-Verbindungen, also Flourchlorkohlenwasserstoff, die in die obere Atmosphäre der Erde aufsteigen und dort die Ozonschicht zerstören.

Die Antarktis als Jagdgebiet

James Cook, der von 1728 bis 1779 lebte, hatte 1775 die Antarktis umsegelt. Aufgrund seiner Berichte kamen 1820 die ersten Jäger und Walfänger in die Antarktis. Sie töteten hunderte von Walen und in den Jahren 1821 bis 1822 wurden 330 000 Seehunde erlegt.

Der Antarktisvertrag

Der Antarktisvertrag ist ein multilaterales Abkommen, der den politischen Status der Region regelt und auch die wissenschaftliche Forschung am Südpol sichert, der die Nutzung für friedliche Zwecke anstrebt und das ökologische Gleichgewicht erhalten soll. Er wurde am 1. Dezember 1959 von 45 Staaten unterzeichnet. Im Jahr 1991 wurde der Antarktisvertrag um ein Umweltprotokoll erweitert und 1998 ratifizierten alle Mitgliedsstaaten den Vertrag.
Dennoch ist die Antarktis ein bedrohter Lebensraum und es wurden fast 40 Forschungsstationen errichtet, die die territorialen Ansprüche der jeweiligen Staaten sichern sollen.

Roald Amundsen und Robert Scott

Es war der Norweger Roald Amundson, der von 1878 bis 1928 lebte, der am 14. Dezember 1911 als erster Mensch den Südpol erreichte. Er und 4 weitere Mitglieder seiner Expedition waren schneller als der Engländer Robert Falcon Scott, der erst 35 Tage später das Ziel erreichte. Scott lebte von 1886 bis 19212; er starb auf dem Rückweg in sein Basislager. Heute ist der Südpol von einer Aluminiumkuppel mit einem Durchmesser von 50 m überzogen, unter der etwa 60 Forscher aus allen Ländern den antarktischen Sommer verbringen. Diese Kuppel gehört zur us-amerikanischen Amundsen-Scott-Südpolstation.
Amundson kam ebenfalls auf einer Expedition ums Leben. Er wollte das abgestürzte Luftschiff des Italieners Umberto Nobile bergen und flog am 18. Juni 1928 mit einem Flugzeug über die Arktis. Er stürzte ab, wahrscheinlich in der Nähe der Bäreninsel zwischen Nordkap und Spitzbergen.