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Workcamps

Internationale Workcamps dienen dem internationalen Jugendaustausches, der Jugendbegegnung und der Verständigung der Völker. Bei den Workcamps handelt es sich um Arbeiten an einem sozialen, gemeinnützigen oder lokalem Projekt.

Welche Art von Arbeitsprojekten findet man in Workcamps?

In Workcamps gibt es oft Umweltschutzarbeiten zu erledigen, etwa  Wiederaufforstung und Bachsanierung.
Es werden Wanderwege angelegt, Kinderspielplätze gebaut oder erneuert. Ein Workcamper hilft z.B. auch bei Kinderferienprogrammen mit, er organisiert Kultur-, Musik- und Jugendfestivals. Oftmals wird auch ein Kindergarten, ein Behindertenheim oder ein Jugendhaus renoviert, es werden denkmalgeschütze Gebäude restauriert, Kriegsgräber gepflegt oder auch ein Denkmal.
Bei einem Workcamp sollte darauf Wert gelegt werden, dass es sich um ein zeitlich überschaubares Projekt handelt, das im Normalfall in 3 Wochen abgeschlossen sein kann. Es muss nicht-kommerziell und natürlich sinnvoll sein. Ein Workcamp-Projekt ist i.d.R. ohne die Mithilfe der internationalen Gruppe  und nicht finanzierbar oder leistbar. Mit anderen Worten: Workcamps sollen keine lokalen Arbeitsplätze ersetzen. Workcamper sollen zudem nicht zu einfachen Arbeiten benutzt werden, die, die mit Maschinen schneller zu erledigen sind.

Normalerweise erhält der Workcamper vom örtlichen Projektträger die Arbeitsanleitung sowie eine einfache Unterkunft. Er gibt der Workcamp-Organisation zudem einen Zuschuss, der entsprechend der geleisteten Arbeitszeit bemessen ist
Die Workcamp-Organisation ist für die gesamte organisatorische Abwicklung des Workcamps verantwortlich. Die Workcamp-Organisation schickt eine geschulte Campleitung  an den Ort des Workcamps, sie versichert die Teilnehmer. Außerdem wirbt sie internationale Teilnehmer über weltweite Partnerorganisationen an.
Die Teilnehmer des Workcamps müssen im Normalfall  eine Anmelde- und Vermittlungsgebühr an ihre nationale Organisation entrichten. Sie sind  für die eigene Anreise verantwortlich und tragen die Kosten hierfür selbst.  Frei für die Teilnehmer am Workcamp sind dann die Unterkunft und Verpflegung, die Versicherung und das Freizeitprogramm.

Der Ablauf eines Workcamps

Im Normalfall arbeiten in einem  Workcamps  10 – 20  Teilnehmer, die aus unterschiedlichen Nationen kommen und zwischen 18 und 26 Jahren alt sind. Sie bleiben dort  für zwei bis vier Wochen in ihren Ferien zusammen.
Es gibt auch  „Junior-Camps“. Diese stehen für Jugendliche ab 16 oder auch schon ab 14 Jahren zur Verfügung.
In den Camps wird i.d.R. englisch gesprochen. Voraussetzung für eine Teilnahme an einem Workcamp sind somit  Grundkenntnisse in Englisch und oft auch einer weiteren Sprache. Tatsächlich wird man im Workcamp ein Sprachen-Mix vorfinden.
Das Ziel eines Workcamps ist zum einen die Fertigstellung des Projekts, zum anderen aber das interkulturelle Lernen, d.h. der Campalltag, die Selbstversorung, das Erlernen der Sprache und die gemeinsame Freizeitgestaltung und Kultur des Gastlandes.

Trägerorganisationen für Workcamps

Trägerorganisationen für Workcamps gibt es viele. Zumeist sind es gemeinnützige Vereine, die internationale Jugendgemeinschaftsdienste in allen Bundesländern durchführen und auch Teilnehmer an Partnerorganisationen in aller Welt vermitteln. Diese Trägerorganisationen bekommen zur Durchführung der internationalen Begegnungen in den Workcamps normalerweise über Dachverbände Zuschüsse aus dem Bundesjugendplan.
Die Trägerorganisationen  haben jeweils  Dachverbände. Der größte Dachverband ist die „Trägerkonferenz der deutschen Workcamp-Organisationen“.


Die bedeutensten Trägerorganisationen für Workcamps sind:

  • Internationale Jugendgemeinschaftsdienste e.V.
  • Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
  • Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. (ASF)
  • Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg e.V. (DPSG)
  • IBG Workcamps e.V.
  • Internationaler Bauorden e.V. (IBO)
  • Kolping Jugendgemeinschaftsdienste (JGD)
  • Ökumenische Jugenddienste (ÖJD/EYS)
  • pro international e.V.
  • active international e.V.
  • Service Civil International e.V.
  • Versöhnungsbund e.V.
  • Youth Action for Peace Deutschland - Christlicher Friedensdienst e.V. Yap-cfd
  • IDEM - Identity through Initiative e.V.