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anitaduering

 
 
 

Weihnachten und Silvester

Also Weihnachten in der Hitze ist einfach irgendwie kein Weihnachten, wenn man sein Leben lang Weihnachten mit Kälte verbunden hat. Wenn nicht überall Kränze, Bäume und Kugeln gewesen wären, hätte ichs doch glatt vergessen....Bin am 23.12. abends in strömendem Regen zum Zug gelaufen (war ganz toll, so klitschnass, sowohl ich als auch meine ganzen Sachen). Als ich dann letztendlich die Reststrecke noch gerannt bin, kam ich dann auch noch rechtzeitig an. So sass ich dann also 16 Stunden in einem megaschaukelndem Zug mit Klimaanlage auf geschätzte 16 Grad gedreht. Nein, es war überhaupt kein bisschen kalt so mit nassen Sachen. Nachdem ich dann im Klo erstmal meine Sachen einigermassen mit Klopapier vorgetrocknet habe, habe ich sie dann an meinem Platz um mich rum noch zum Weitertrocknen ausgebreitet. Der Typ neben mir wird sich auch seinen Teil gedacht haben...Und so kams dass ich dann an Heiligabend vor lauter Kälte und Nässe um halb zehn schon im Bett gelegen habe. War wohl auch die beste Entscheidung um nicht den Rest des Aufenthaltes noch komplett flach zu liegen. Am nächsten Tag hab ich mich dann auch morgens schon mit Jana getroffen und wir haben fast ganz Buenos Aires abgelaufen...naja fast, zumindest die wichtigsten Punkte, wie die Grabstätte von Evita, das Viertel Palermo, San Telmo, den Hafen Puerto Madero und La Boca. Das Essen am 1. Weihnachtsfeiertag haben wir dann in einem Billig-China-Büffet zu uns genommen. In Anbetracht unseres schmalen Geldbudgets war das schon okay. Am 27. haben wir uns dann auf nach Uruguay gemacht. Als wir dann nach endlos scheinender Suche den Fährhafen gefunden haben, wurden wir dann an Bord ordentlich durchgeschaukelt. Die Fahrt hat zwar nur eine Stunde gedauert, hat sich aber übelst lange angefühlt. Im wahrsten Sinne des Wortes, einigen Leuten wurde es tatsächlich übel und sie konnten nicht umhin, den Teppich mit Gegessenem zu zieren. Sogleich ist auch das Personal gekommen und hat ordentlich Teppichschaum drauf gesprüht. Die kennen sich da ja scheinbar schon aus :-)
So, dann noch ca. 3 Stunden im Bus nach Montevideo. Und um 1 Uhr rum sind wir dann im Hostl angekommen. Hier erwartete uns auch eine schöne Überraschung, ein Hostel im Um- oder Aufbau, wie auch immer. Auf alle Fälle wars bisschen chaotisch. Das Zimmer war dafür ganz gut, die Betten neu und bis auf die Tatsache, dass direkt vor der Zimmertür ein Hof lag, in dem ständig der Fetz abging, wars dann auch gut auszuhalten (Danke Schlafbrille, danke Ohrstöpsel!) Die Stadt an sich war jetzt nicht so berauschend, wie jede ander Grossstadt auch. Dafür war dann der Tagesausflug nach Punta del Este schon toll. Die Strände voll schön, wir haben auch Seelöwen gesehen, die in den Hafen geschwommen kamen um Fischkadaver abzustauben. Schönes Örtchen, wie auch Colonia del Sacramento, was wir dann am letzten Tag noch begutachtet haben. Auf alle Fälle haben wir auch alle, wirklich alle, Shoppingcenter in Montevideo ausgekundschaftet und haben auch witzige Entdeckungen gemacht, z.B. gründe Plastikstiefel mit pinker Schleife, ja, sehr edel...Am 31. haben wir uns dann auf den Rückweg nach Buenos Aires gemacht. Die Fähre war diesmal Gott sei Dank ruhig, dafür hatte sie 2 Std. Verspätung, es muss doch immer was sein...nach einigen Strapazen haben wir dann auch das Hostel erreicht, in dem Clara schon auf uns gewartet hat. Der Typ an der Rezeption (auch Besitzer was mich ehrlich wundert, so verpeilt wie der war) hat uns dann mitgeteilt, dass wir irgendwie in ein anderes Zimmer müssen als gebucht, weil blablablab...der war echt zu chaotisch, der hat ständig irgendwelche Leute reingelassen ohne drauf zu achten, ob die reserviert haben oder nicht. Zum Schluss hatte er dann nicht mehr die bestätigten Reservierungen...super verpeilt! Naja, kurz und gut waren wir dann in einem Loft untergebracht mit eigenem Bad, war schon nett. Als wir uns dann Ausgehfertig gemacht hatten, haben wir uns dann auf die Suche nach einem pasablen Restaurant gemacht. Mmhh, gestaltete sich gar nicht so einfach, entweder voll oder zu teuer. So sind wir dann wieder, wer hätte es gedacht, in einem Billig-China-Büffet-Restaurant gelandet. Danach dann auf zum Obelisken, dem Wahrzeichen von Buenos Aires. Die erwartete Mega-Menschenmenge und das Riesenfeuerwerk sind ausgeblieben, weil sehr viele übers Wochenende weggefahren sind (was wir im nachhinein erfahren haben). Gut, wir waren eh noch kaputt von der bisherigen Reise und sind somit dann auch schon ziemlich zeitig zurück zum Hostel. Nachdem dann auch kein Taxi angehalten hat sind wir gelaufen und dann finden wir doch tatsächlich jemanden in unserem Bett vor. Dieser verpeilte Typ...nachdem wir dann voll mit ihm rumdiskutiert haben, hat er die Tussi dann mitgenommen (sie musste dann im Aufenthaltsraum pennen....) naja, nicht unser Problem. Ja, das war also Silvester in Buenos Aires, sehr spektakulär! Den nächsten Tag haben wir dann mit einem Ausflug nach El Tigre verbracht, da begleitete uns noch eine Deutsche, die auch zufällig im Hostel war und die Jana schon von vorher kannte. Jana und ich haben uns schon die ganze Zeit auf den Abend gefreut, da war ausgemacht, dass wir in ein wirklich leckeres Parilla (Steak)-Restaurant gehen, auch Büffet und echt günstig, ist auch sehr bekannt. Ja, der Traum ist dann leider geplatzt, da es Clara nicht gut ging, keine Ahnung wo das Problem war. Sie hatte wohl Magenbeschwerden und keine Lust auf "viel" Essen oder wie auch immer....Jedenfalls sollte man meinen, dass man dann alt genug ist, um getrennt wegzugehen. Sie hätte durchaus mit den anderen vom Hostel den Abend verbringen können. Aber nein, das wäre ja dann nicht fair gewesen, musste ich mir von der superschlauen anderen Deutschen sagen lassen. Was solls, so sind wir dann halt in den Hafen gegangen, war auch schön, der Hafen bei Nacht, und haben dann bei einem Mexikaner gegessen. Voll die Mini-Portion (genau richtig für Clara, sorry wegen dem Sarkasmus an dieser Stelle). Ich hatte auf alle Fälle noch Hunger danach und so passte dann auch gut noch ein leckeres Eis rein. Am letzten Tag waren wir dann noch mal in der hiesigen Einkaufsstrasse und da hat Clara noch den Hammer gebracht in meinen Augen. Jana ist kurz zur Bank Geld abheben und ich bin in ein Geschäft reingegangen um mich bisschen umzuschauen. Als ich wieder auf die Strasse kommen (die wirklich voll war mit Leuten) seh ich weder Clara, noch Jana. Ganz toll. Bei der Bank keine Jana mehr und nach langem Hin und Her hab ich dann Clara in dem gleichen Geschäft entdeckt, wie sie gerade Schuhe ausprobiert. Ich zu ihr hin, wo isn Jana? Keine Ahnung, hab noch bisschen auf der Strasse gewartete und dann dachte ich sie kommt nix mehr...Wie bitte??? Sie kommt nix mehr, wo soll sie denn hin?? War doch klar, dass einer auf der Strasse warten muss, wie soll sie uns denn sonst in dem ganzen Wirr-Warr finden??? Schlau gemacht Clara. Ans Handy ging Jana natürlich nicht hin und SMS schreiben hat auch nix gebracht. Da war ich schon echt sauer auf Clara, ich mein, kann sie nicht bis drei zählen?? Sind dann die Strasse entlang gelaufen und ein Stück weiter oben dann Gott sei Dank auf Jana gestossen, mann, so erleichtert hab ich mich schon lange nix mehr gefühlt. Dachte tatsächlich, dass wir sie nicht wieder finden. Der Schock sass auf alle Fälle. Ich hatte dann muss ich ehrlich zugeben auch keine grosse Lust mehr mich noch mit Clara zu beschäftigen, ich fans einfach grosse Scheisse. So haben wir dann die restliche Busfahrt zurück nach Córdoba eher schweigend verbracht und ich fands auch nicht schade........Reisen ist wirklich anstrengend!

von Text
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