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americandrea(m)

 
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Myrtle Beach und die Woche danach

So, dann werde ich jetzt endlich mal berichten wie mein erster Trip in den USA war.

Wir sind Donnerstag Mittag losgefahren, frühst war noch ein sehr freundlicher Mann von einem Umzugsunternehmen da, wir ziehen ja bald nach Fort Bragg. Wir sind dann erstmal zur Schule, die kids abholen, in Megans Klasse war noch eine große Verabschiedung, da ja für die Schüler der letzte Schultag war (am 28. Mai ) und sie nach den Sommerferien eine andere Lehrerin bekommen. Hier ist es zumindest in den kleinen Klassen so, das die Lehrerin immer eine Klassenstufe unterrichtet und nicht wie es bei und damals war ein paar Jahre bei der Klasse bleibt. Außerdem legt hier auch jede Schule fest wann Sommerferien sind, bei uns machen das ja die Bundesländer. Megan hat bis zum 12. August Ferien, die Kinder eines anderen Au Pairs hier in Fayetteville gehen erst im September wieder. Ich finde das total blöd, aber mir solls egal sein.

12.15Uhr ging es dann los Richtung Strand, vor uns lagen 2 1/2 Stunden Autofahrt, die ich in vollen zügen genossen haben. Ich habe Musik gehört, mir die Landschaft angeguckt und war in Gedanken versunken. Die Landschaft war echt super schön, die Interstates (Autobahnen) hier haben immer so kleine Blumenfelder am Rand. Kerry hat mir erzählt, das das überall in den USA so ist. Die Frau von Präsident Roosevelt hat beschlossen das es schön wäre wenn man beim fahren immer mal Blumen sieht und deshalb wurden die Felder angelegt, seitdem ist das so. Es ist auch wirklich schön. Sean ist dann auch extra mal Landstrasse gefahren, damit ich was von der Landschaft sehe. Ach war das schön, teilweise sah es aus wie aus alten Filmen, die so vor 100 Jahren spielen, solchen Farmhütten, Holzstühle auf der Terrasse, Türen mit Fliegengitter (na gut die haben wir hier auch). Und alles halt total ländlich, die Häuser standen alle total vereinzelt, nicht wie bei uns so dicht nebeneinander.

Als wir dann kurz vor 15 Uhr im Hotel ankammen (Kerry und Sean nutzen auch die 24 Stunden Uhr, normalerweise gibt es das ja in den USA nicht, die haben ja nur die 12 Sunden Zeit, aber beim Millitär nehmen sie den 24 Stunden Takt, ich war ganz erstaunt als ich das zum ersten mal gehört habe, dachte immer das kennt kein Ami) haben wir eingecheckt und unere sachen aufs Zimmer gebracht. Wir hatten einen Balkom mit Blick aufs Meer, das war so wunderschön. Die Kinder und ich sind dann gleich erstmal auf den Balkon gegangen. Ich kam mir vor wie im Traum, konnte das gar nicht glauben, das war so wunderschön. Dann haben wir uns alle Badesachen angezogen und meine Hostfamily ist in den Wasserpark des Hotels, der war auch super, aber ich bin erstmal an den Strand, habe mich in die Sonne gelegt und gechillt, später bin ich dann ins Meer. das war schön, nur bisschen sehr salzig, das hat richtig im Hals gebrannt, jede Bemühung kein Wasser in den Mund zu kriegen war vergebens. Naja, da stand ich dann in dem Ozean, über den ich etwa 7 Stunden geflogen bin um hier her zu kommen. 17 Uhr gab es dann Essen, wir essen hier immer so früh, wegen der kids und danach haben wir alle zusammen einen schönen Strandspaziergang gemacht und ganz viele Fotos. Ich habe in den 45 Stunden die wir am Starnd waren 165 Fotos gemacht. Sean hat ein "Welcome Andrea" in den Sand geschrieben, das war so lieb. Abends waren wir dann alle todmüde.

Am nächsten morgan war ich schon 5.30 Uhr wach, noch vor allen anderen, was sonst nie passiert. Meine Gastfamilie ist eine Frühaufsteherfamilie und ich nicht. Ich hatte die 3. nacht hintereinander einen schlimmen Traum. Das waren die Nächte der schlechten Träume. In der ersten habe ich geträumt das ich bei uns zu hause im Garten auf der Wiese liege, mit anderen Leuten, die ich nicht kenne und mein Bruder läuft Amok, er schießt rumm und versucht immer mir in den Kopf zu schießen. Das war nicht lustig, das viele Millitär hier tut mir nicht gut. In der zweiten Nacht habe ich geträumt meine Gastfamilie will mich nicht mehr haben. Ich hoffe nicht das das passiert, fühl mich so wohl hier. Und in der Nacht am strand habe ich erst von einer Lehrerin geträumt die mich damals nicht leiden konnte und dann stand ich plötzlich vor einer Wand, an der ganz viele Bilder von meinem toten Hund waren und ich habe angefangen zu weinen, als ich dann wach gewurden bin habe ich wirklich geheult und konnte auch erstmal nicht damit aufhören, musste die ganze Zeit an meinen Hund denken und wie sehr sie mir fehlt. War dann den ganzen früh traurig, ich konnte mich ja nichtmal von ihr verabschieden. Abends habe ich dann eine Botschaft für Lucy und Charlie (mein Kater, der ein paar Stunden vor meinem flug in die USA absichtlich überfahren wurde, meine Schwester stand daneben) in den Sand geschrieben. Danach ging es mir besser.

Als ich da frühs auf dem Balkon stand, kam dann Kerry dazu und dann Sean und die kids. wir haben uns dann den Sonnenaufgang über dem Meer angeguckt, so wünderschön. Wobei der am nächsten Tag war noch besser. Dann haben wir gefrühstückt und sind danach runter an den Strand, Muscheln sammeln und spazieren gehen. wir haben dann noch einen Spielplatz gefunden wo die Kinder eine weile gespielt haben. Ich habe in der Zeit Fotos gemacht. Dann sind wir zurück zum Hotel, haben Badesachen angezogen und sind zum Strand. Später sind wir dann in den Wasserpark des Hotels. ich war sehr begeister von den 2 Rutschen dort, die waren der Hammer. Ich bin dann ganz oft immer im Wechsel gerutscht, bis ich nicht mehr konnte weil mir alles weh tat und mir schon ganz schwindelig war. Die eine war ziemlich lang und voller Kurven, man wurd so schnell, das man angst hatte man fällt raus und die zweite war zwar kurz, aber das erste Stück ist man fast senkrecht nach unten gefallen und war dann noch schneller, das waren nur ein paar Sekunden, aber die hatten es in sich. Ich bin auf den Rutschen oft irgendwo angeschlagen, auch mit dem Kopf. Zwischendurch haben die Kids und ich noch unseren eigenen Hut bemalt, auf meinem steht "Myrtle Beach, USA, 2009"

Mittags als Sean Jr. naptime hatte war ich mit Megan und Kerry in der Outletmal, noch billiger kann man nicht shoppen. Ich habe eine halblange Lee Jeans für nur 9 Dollar bekommen. Nachmittags war dann das gleiche wie frühs, Strand und Wasserpark.

Am nächsten Tag sind wir dann nach dem Sonnenaufgang und dem Frühstück zu einem Park gefahren, wo an dem Wochende ein Festwochenende zugunsten des Millitärs war. Kerry hatte uns da für einen Lauf angemeldet, sie und Sean wären auch wirklich gelaufen wenn wir Zeit gehabt hätten, aber die hatten wir nicht. So haben wir dann alle ein Gratis T Shirt bekommen, das war ein schönes Souvenir.

Als wir zurückkamen sind wir alle nochmal ins Wasser, Meer und Wasserpark. 11 Uhr mussten wir auschecken. So gegen 11.30 sind wir losgefahren und 14.30 Uhr waren wir wieder hier. Die Kids und ich haben auf der Rückfahrt geschlafen. Hier angekommen hat Kerry erstmal wäsche gemacht, auch die der Kids, was ja eigentlich meine Aufgabe ist. Das war lieb von ihr. Wobei ich kein Problem damit habe die Wäsche der kids zu machen, so schlimm ist das nicht. Ich habe dann erstmal mit meinen Eltern geskypt und davor noch meine Social Security Card in empfang genommen.*yipieh*

Sonntag war nichts weiter, Kirche, Skype und abends war ich nochmal bei Walmart. Das wird mir in Deutschland fehlen, Walmart 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche geöffnet, so cool. Als ich heimkam habe ich schon gesehen das das Auto meiner Gasteltern weg ist, was komisch war, weil sie eigentlich nicht nochmal weg wollten. Als ich reinkam hat mir sean dann erzählt, das Kerry ins Krankenhaus musste. Sie ist in eine Nähnadel getretten und die ist irgendwie in ihrem Fuß zerbrochen, wie genau das geht weiß ich nicht, aber es war richtig schlimm. Kerry hat ihre letzte Nacht hier im Krankenhaus verbracht, sie mussten den Fuß oben und unter aufschneiden um sie rauszukriegen. 2.30 Uhr kamen sie wieder, Kerry mit Krücken. Sean war 22 Uhr zu ihr hingefahren. Er konnte dann nur 2 stunden schlafen, dann ist er zum Krankenhaus gejoggt, das ist so weit, da fährt man ja schon mit dem Auto eine halbe Stunde und das auf dem Highway, wo es schnell geht. Ich habe gefragt ob es eine Abkürzung gibt, aber Kerry meinte nicht wirklich. Ich bräuchte dafür eine Woche ;-). Dann hat er mein Auto heimgebracht und ist mit seinem zur Arbeit gefahren.

Kerry und ich haben dann Seani zur Preschool gebracht und dann habe ich Kerry nochmal zum Krankenhausgefahren, sie musste noch Medis abholen. Selber fahren durfte sie nicht, wegen der Medikamente und konnte sie auch nicht, weil ihr rechter Fuß in einem dicken Verband steckte. Nach fort Bragg rein musste natürlich wieder ewig überprüft werden wer ich bin. Obwohl ich jetzt schon im System bin, habe nur noch keinen Ausweis. Dafür brauche ich noch meinen Führerschein von hier. Kerry hat gesagt, wenn ich den habe geht Sean da in Uniform hin, um den Ausweis zu beantragen, da er einen ziemlich hohen Rang hat, dürfte es dann schnell gehen, lol.

Als wir heimkamen hat Kerry ihre Uniform angezogen, ich habe für uns 3 Lunch gemacht und dann mussten wir auch schon los zum Flughafen. Kerry hat sich dann am Auto von uns verabschiedet, um es für Megan einfacher zu machen, die arme hat ganz schön geweint. Ich hätte auch fast angefangen, ich war auch ganz dolle traurig. Kerry fehlt mir total und ich kann es kaum abwarten bis sie im Juli wiederkommt. Blöder Irak, das reist hier so viele Familien auseinander und das meist für viele Monate und Jahre und manche für immer.

Bin dann mit Megan noch in die Bibliothek gefahren, habe mir da auch einen Asuweis machen lassen und was ausgeliehen, 2 DVDs, "Bend it like Beckham", ich liebe den film, hab den in Deutschland schon 3 mal gesehen und "Visions of Germany", eine DoppelDVD über Bayern und eine Tour entlang am Rhein. Das war so cool mal wieder Deutschland zusehen, HEIMAT.

Man merkt sogar in der Bibliothek das man in einer Military Town lebt, ganz viele Bücher und Filme über das Millitär und Kriege. Und man merkt hier immer wieder den Einfluss der deutschen Bundeswehr, hier sind so unglaublich viele Deutsche und fast jeder Ami war schonmal in Deutschland oder hat Verwandte aus Deutschland. Das ist immer wieder erstaunlich, "Oh du kommst aus Deutschland. wo denn da? Ich war schonmal in.... oder Mein xxx ist aus ....". Jedesmal das gleiche. Hier gibt es keine Fragen wie "Gibt es in Deutschland auch Elektrizität?" oder "Wo lebt denn Hitler heute?" oder "Steht die Mauer noch?" Bei studivz gibt es eine ganze Gruppe zu solchen Fragen "Was die Amis schon immer mal wissen wollten und sich auch zu fragen trauten..." Da sind echt die dümmsten sachen dabei, aber hier sind was Deutschland angeht, alle sehr gebildet.

Nachmittags haben wir Seani abgeholt, dann habe ich den kids essen gemacht und dann hatte Megan schwimmen. Ich war mit Seani auch im Wasser, was er richtig toll fand. Sean kam dann von der Arbeit zur Schwimmhalle und ich bin zum College. Er hatte extra früher Schluss gemacht, damit ich pünktlich zuim College komme, total lieb. Megan hatte mir sonntag beim Einkaufen mit Kerry einen Schreibblock und eine Mappe für Blätter mitgebracht, eins mit Hunden und eins mit Katzen, weil ich die so mag. Das war so süß. Ich liebe meine kids.

College war dann auch richtig cool, wie Englischunterricht in der Schule, nur das jeder kommen und gehen kann wann er will. Monatag waren wir 11, Mittwoch nur 8. Wenn man mal keine Lust hat, geht man halt nicht. Die Leute dort sind auch alle sehr nett und offen und aus aller Welt.

Dienstag früh hatte Seani schwimmen und Megan war auch im Wasser. Ich habe zugeguckt, weil da meine erkältung angefangen hat, die mich dieses Wochenende ans Bett fesselt. Das ist so langweiligNaja, aber es wurde ab Dienstag

von Tag zu Tag schlimmer. mir ging es richtig schlecht. Donnerstag habe ich mir bei Walmart Medis geholt, die sind hier so viel billiger als in Deutschland und es gibt auch Wick, das heißt hier wie auch in der Türkei "Vicks" und ist viel billiger. Habe aber noch was billigeres genommen. Gestern hat es mich echt viel Kraft gekostet den Tag mit den kids zu überstehen, war soooooo krank lol. Hoffentlich bin ich Montag wieder fit, da muss ich meinen Führerschein machen. Habe es Donnerstag schonmal probiert, bin aber schon an der Theorie gescheitert, weil es mir so schlecht ging. Aber das es hier, anders als in Deutschland kostenlos ist, ist es egal. Die Praxis kostet dann 4 Dollar . Ich hoffe trotzdem das es Montag dann klappt.

Hatte diese Woche eine 56 Stunden Woche, eigntlich viel zu viel, dürfte nur 45 Stunden, aber was solls. Das sind halt die blöden Sommerferien. Dienstag, Donnerstag und Freitag hatte ich ein playdate mit einem Südafrikanischen Au Pair. Sie ist super lieb, durfte dann gestern als es mir so schlecht ging bei ihr erstmal auf der Couch schlafen, was auch richtig gut tat, da Sean mich gestern schon 5.30 Uhr geweckt hat. Er hatte hunger . Sie war hier selber oft krank und weiß wie es ist.

Auf der Rückfahrt musste ich dann unbedingt tanken, das erste mal das ich hier selber getankt habe. Da ich heute lange weile hatte habe ich es mal umgerechnet, ich habe für 46 Liter Benzin 20 Euro bezahlt, 30 Dollar für 12,1 Gallonen. Das sind ja mal tolle Preise, wobei es vor 1 Monat noch billiger war.

Donnerstag habe ich auch nooch ein deutsches Au Pair kennengelernt, sie ist am gleichen Tag geflogen wie ich, allerdings mit einer anderen Agentur und ihre Gastfamilie ist jetzt von Kansas hierher gezogen. Das ist richtig schön, hier noch jemanden zu haben, der auch neu ist und aus dem gleichen Land, sie ist sogar aus dem gleichen Bundesland, aus Magdeburg.

Heute habe ich endlich mal wieder ganz lange mit meinen Eltern geskypt, da habe ich mich schon drauf gefreut und mir war ja sowieso langweilig.

Morgen wird auch nochmal ein Betttag.


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