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Die Au-pair Vermittlung

oder: wie man als Au-pair vermittelt wird


Die Bewerbungsunterlagen werden von der Au-pair Agentur geprüft und anschließend an die Partneragentur im gewünschten Gastland weitergegeben. Man bekommt dann i.d.R. eine Eingangsbestätigung und die Anschrift der Partneragentur genannt.



Sucht man eine Au-pair Stelle in europäischen Ländern, so ist die schriftliche Bewerbung in fast allen Fällen ausreichend. Will man sich jedoch in außereuropäische Länder vermitteln lassen, so muss man an einem persönlichem Gespräch, einem so genannten Interview teilnehmen. Der Vertreter der Au-pair-Agentur prüft in diesem Interview, ob der Bewerber über ausreichend Englischkenntnisse verfügt und die notwedige Eignung und Reife für die Auslandstätigkeit mitbringt. Nimmt man am USA-Au-pair-Programm teil, so ist zudem ein psychologischer Test obligatorisch. Hier geht es um Toleranz, Anpassungsfähigkeit, Selbständigkeit und Verantwortungsbewußtsein sowie um die persönliche Belastbarkeit.
Die ausländische Agentur versucht anhand der übersandten Unterlagen herauszufinden, welche Gastfamilie zu welchem Bewerber passen könnte. Zunächst einmal müssen die äußerlichen Fakten passen, also etwas Aufenthaltsdauer und örtliche Gegebenheiten. Passen zudem noch die persönlichen Lebenseinstellungen, so ist ein Idealfall gegeben.

Telefonate und Briefe

Ein Telefonat mit der Gastfamilie ist ein wichtiger Bestandteil der Vermittlung. Man sollte sich deshalb gut vorbereiten und eine Liste mit Fragen anfertigen, die man an die Gastfamilie hat. Es wird von der Gastfamilie immer als positiv angesehen, wenn man Interesse an den Kindern, dem Tagesablauf der Familie, den Aufgabenbereichen und den allgemeinen Lebensumständen zeigt. Also sollte man seine Fragen hierauf ausrichten und nicht sofort nach der Höhe des Taschengeldes und der Freizeit erkundigen. "Gute" Fragen sind etwa:
- Wie alt sind die Kinder?
- Wieviel Kinder sind es?
- Gehen die Kinder in den Kindergarten oder zur Schule?
- Welchen Beruf haben die Eltern? Sind beide berufstätig?
- Was sind die Aufgaben in der Familie für das Au-pair?
- Hatte die Familie schon zuvor Au-pairs?
- Wie verbringt die Familie ihre Wochenenden, ihre Freizeit?

Fazit: Interesse an der konkreten Situation der Familie zeigen, auf die Kinder eingehen, mit ihnen am Telefon sprechen - das kommt gut an.

Man sollte auch etwas über sich selbst erzählen; das erweckt einen aufgeschlossenen und offenen Eindruck. Man sollte kurz berichten, warum man sich für einen Aupair- Aufenthalt entschieden hat und warum man gerade in dieses Land gehen möchte.
Auf jeden Fall sollte man auch kurz die eigenen Erfahrungen im Umgang mit Kindern hervorheben.

Ist das erste Telefonat positiv verlaufen, so wird sich weiterer telefonischer Kontakt ergeben und die Gastfamilie wird mit dem Au-pair-Bewerber weitere Einzelheiten besprechen und bald wird der Anreisetermin festgelegt. Der Kontakt zur Gastfamilie sollte bis zur Anreise durch Telefonate, Postkarten oder Briefe aufrecht erhalten werden. Hierdurch erreicht man schon vor seiner Ankunft eine persönliche Bindung und Beziehung.


Der Au-pair-Vertrag

Ein schriftlicher Au-pair-Vertrag ist bei Au-pair-Verhältnissen in Europa und den USA nicht üblich. Es sind die Au-pair-Agenturen, die die Bedingungen mit der Gastfamilie regeln. Sie geben dem Au-pair-Bewerber nur eine kurze schriftliche Bestätigung über die vereinbarten Arbeitsbedingungen, über die Freizeit und das festgelegte Taschengeld. Ebenfalls in dieser Vereinbarung mit der Gastfamilie sind Einzelheiten über die Gastfamilie, die Unterkunft, Lage er Wohnung und die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel enthalten. Weder das Au-pair noch die Gastfamilie unterschreiben die Bestätigung. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Einhaltung der vereinbarten Bedingungen. Hält sich eine Partei, also die Gastfamilie oder das Au-pair nicht an die ausgemachten Bedingungen, so ist die Au-pair-Vermittlungsagentur "Schiedsrichter". Anders verhält es sich bei den Caregivers in Kanada. Hier liegt ein Arbeitsverhältnis zugrunde, für das eine Arbeitserlaubnis beantragt werden muss. Foglich ist ein von beiden Seiten unterzeichneter Arbeitsvertrag notwendig.

Die Abreise

Die Gastfamilie muss rechtzeitig vor der Abreise über die Ankunft detailiert informiert werden. Am besten macht man das schriftlich, um Missverständnissen vorzubeugen. Man kann erwarten, vom Flughafen oder Bahnhof abgeholt zu werden, falls das für die Familie nicht allzu umständlich ist. Nicht verkehrt ist es, sich die Handynummer geben zu lassen, falls man sich am vereinbarten Treffpunkt verfehlen sollte oder aber erhebliche Reiseverspätungen eintreten.